Mit Hilfe von Blockheizkraftwerken haben Betriebe die Möglichkeit dezentral Strom zu erzeugen. Besonders wertvoll ist die Realisierung dann, wenn auch die Wärmeenergie, die in den Rauchgasen enthalten ist, genutzt wird.
Die eingesetzte Primärenergie (z.B. Erdgas) ist dann bestens ausgenutzt, wenn das Rauchgas möglichst bei tiefer Temperatur das System verlässt.
Zunächst wird das etwa 480 °C heiße Rauchgas in einem Wärmetauscher auf z.B 280°C gekühlt, und dabei im Gegenstrom Thermalöl auf 270°C erwärmt. Der Thermalölkreislauf ist mit einem Verbraucher des Kunden verbunden.
Das auf 280°C gekühlte Rauchgas wird in einer nachgeschalteten Einheit weiter verwertet und beheizt z.B. Thermalöl oder Wasser.
Der Gesamt-Feuerungstechnische Wirkungsgrad kann so bis zu 95% erreichen!

Anmerkung: Die gesetzlichen Vorschriften in Deutschland verlangen eine möglichst hohe Energienutzung bei Betrieb eines BHKWs. Deshalb sind sie nur in Betrieb und erzeugen nur dann Strom, wenn tatsächlich Wärmebedarf vorhanden ist. Ansonsten wären 60% der Primärenergie ungenutzt.
Wenn man in Betracht zieht, dass viele Anwendungen derzeit mit Strom beheizt werden, der erheblich teurer ist als das direkte Erzeugen von Wärme mit Erdgas, ergeben sich folgende Vorteile bei Stromerzeugung mit Wärmenutzung bei BHKWs:
– Kosteneinsparung bei der Eigenerzeugung von Strom und Wärme
– Größere Unabhängigkeit vom Energieversorger
– Sehr hohe Wirkungsgrade bezogen auf die eingesetzte Primärenergie