Befeuerte Thermalölanlage für industrielle Prozesswärme

Effiziente Prozesswärme mit AURA Thermoölanlagen

Befeuerte Thermalölanlagen von AURA erzeugen zuverlässig Prozesswärme für industrielle Anwendungen. Die bei der Verbrennung entstehende Energie wird auf ein zirkulierendes Thermalöl übertragen und anschließend bedarfsgerecht zu den angeschlossenen Wärmeverbrauchern transportiert.

AURA entwickelt und fertigt befeuerte Thermalölanlagen mit Heizleistungen von 100 bis 25.000 kW und Betriebstemperaturen bis 430 °C. Die Anlagen werden individuell auf die Anforderungen industrieller Prozesse ausgelegt und können mit unterschiedlichen Brennstoffen betrieben werden. Je nach Anlagenkonfiguration und Betriebsbedingungen sind Wirkungsgrade von bis zu 97 % möglich.

Thermalöl ermöglicht die Bereitstellung hoher Temperaturen bei vergleichsweise niedrigem Systemdruck. Dadurch eignen sich befeuerte Thermalölanlagen besonders für anspruchsvolle industrielle Prozesse und den zuverlässigen Dauerbetrieb.

Technische Daten unserer befeuerten Thermalölanlagen

Die konkrete Auslegung der Thermalölanlage erfolgt entsprechend den Anforderungen des jeweiligen Produktionsprozesses. Dabei berücksichtigt AURA unter anderem die erforderliche Heizleistung, Vor- und Rücklauftemperaturen, Volumenströme, Aufstellbedingungen sowie den gewünschten Brennstoff.

Eine Gasbefeuerte Thermalölanlage als Beispielbild
Gasbefeuerte Thermalölanlage von AURA mit 1.600 kW Heizleistung

Wie funktioniert eine befeuerte Thermalölanlage?

Eine Umwälzpumpe fördert das Thermalöl durch den Thermalölerhitzer. Dort erzeugt ein Brenner eine kontrollierte Flamme. Die dabei entstehende Wärme wird über die Heizflächen des Erhitzers auf das vorbeiströmende Thermalöl übertragen.

Das erwärmte Thermalöl transportiert die Energie anschließend zu den angeschlossenen Wärmeverbrauchern – beispielsweise Reaktoren, Pressen oder Trocknungsanlagen. Dort gibt es einen Teil seiner Wärme an den jeweiligen Produktionsprozess ab und fließt anschließend zurück zum Thermalölerhitzer.

So entsteht ein geschlossener Wärmeträgerkreislauf, über den industrielle Prozesse kontinuierlich und präzise mit Prozesswärme versorgt werden können.

Mehr über das grundlegende Funktionsprinzip, Wärmeträgeröle und die Einsatzmöglichkeiten erfahren Sie auf unserer Seite Thermoölerhitzer

Vorteile befeuerter Thermoölanlagen

Befeuerte Thermalölanlagen sind besonders für industrielle Anwendungen mit kontinuierlichem und hohem Wärmebedarf geeignet:

  • Hohe Temperaturen bei geringem Druck: Mit Thermalöl lassen sich hohe Prozesstemperaturen realisieren, ohne die hohen Systemdrücke klassischer Dampfsysteme zu benötigen.
  • Hohe Energieeffizienz: Durch eine optimierte Konstruktion des Erhitzers und optionale Maßnahmen wie die Luftvorwärmung können AURA Thermalölanlagen hohe Wirkungsgrade erreichen.
  • Präzise Temperaturregelung: Die Wärmezufuhr lässt sich exakt an den aktuellen Prozessbedarf anpassen. Dadurch können definierte Prozesstemperaturen zuverlässig eingehalten werden.
  • Robuste Konstruktion für Dauerbetrieb: Die Anlagen werden für anspruchsvolle industrielle Betriebsbedingungen und eine hohe Verfügbarkeit konzipiert.
  • Hohe Leistungsbereiche: Mit Heizleistungen von 100 kW bis 25 MW eignen sich die Anlagen sowohl für einzelne Wärmeverbraucher als auch für umfangreiche industrielle Prozesswärmesysteme. 
  • Lange Lebensdauer: Hochwertige Wärmeträgeröle haben eine lange Haltbarkeit und sind resistent gegenüber thermischer Zersetzung.
  • Vielseitigkeit: Die Anlagen können in unterschiedlichsten Bereichen eingesetzt werden, z. B. in der Papier- & Kartonherstellung, im Maschinenbau, in der Holz- und Energiebranche und Lebensmittelindustrie. 

Häufige Fragen zu befeuerten Thermalölanlagen

Ob Thermalöl oder Dampf als Wärmeträger eingesetzt werden sollte, hängt von den Anforderungen des jeweiligen Prozesses ab.

Ein wesentlicher Vorteil von Thermalöl liegt darin, dass hohe Temperaturen bei vergleichsweise geringem Systemdruck bereitgestellt werden können. Bei Dampfsystemen steigt der erforderliche Betriebsdruck mit zunehmender Temperatur deutlich an. Thermalölanlagen können deshalb insbesondere für Hochtemperaturanwendungen eine interessante Alternative zur Dampferzeugung darstellen. Hinzu kommen eine präzise Temperaturregelung sowie der geschlossene Wärmeträgerkreislauf.

Industrielle Prozesswärme lässt sich nicht mit einer Standardlösung für jede Anwendung optimal bereitstellen. Deshalb werden AURA Thermalölanlagen auf die Anforderungen des jeweiligen Produktionsprozesses abgestimmt.

Bei der Planung berücksichtigen wir unter anderem:

  • benötigte Heizleistung
  • Vor- und Rücklauftemperatur
  • erforderlichen Volumenstrom
  • eingesetzten Wärmeträger
  • Brennstoff
  • Anzahl und Art der Wärmeverbraucher
  • vorhandene Anlagen- und Gebäudeinfrastruktur
  • Anforderungen an Regelung und Automatisierung
  • Aufstellbedingungen

Ja. Abhängig von Leistung und Projektanforderungen kann die Thermalölanlage beispielsweise als vormontierte Skid-Einheit oder als Containerlösung ausgeführt werden.

Durch unsere optimierte dreizügige Kesselkonstruktion und optionalen Luftvorwärmung können AURA Thermalölanlagen Wirkungsgrade von bis zu 97 % erreichen. Der tatsächliche Wirkungsgrad hängt von der konkreten Auslegung und den Betriebsbedingungen ab. Auch mit geeigneten Systemen zur industriellen Abwärmenutzung lässt sich die Energieeffizienz bestehender Anlagen verbessern.

Befeuerte Thermalölanlagen kommen überall dort zum Einsatz, wo industrielle Prozesse kontinuierlich und zuverlässig mit Wärme auf einem definierten Temperaturniveau versorgt werden müssen.

Typische Anwendungen sind beispielsweise:

  • Reaktoren und Rührwerksbehälter
  • Trocknungsanlagen
  • Pressen
  • Extruder
  • Kalander
  • industrielle Öfen
  • Wärmetauscher
  • Produktionslinien mit hohem Prozesswärmebedarf

Ja, auch bestehende befeuerte Thermalölanlagen können im Rahmen einer Dekarbonisierungsstrategie durch elektrische Systeme ersetzt oder ergänzt werden. Mehr Informationen zu dem Thema erhalten Sie unter Prozesswärme elektrifizieren.

Ein Praxisbeispiel ist das Projekt bei Freudenberg Performance Materials in Kaiserslautern. Dort wurde eine bestehende gasbefeuerte Thermalölanlage für einen Trommeltrockner durch eine elektrisch beheizte Anlage ersetzt. Die neue Anlage verfügt über eine Heizleistung von 1 MW und versorgt den Produktionsprozess mit Thermalöl.

Ja. Bestehende Systeme können abhängig von ihrem Zustand und ihrer technischen Ausführung modernisiert, erweitert oder auf ein anderes Wärmeerzeugungskonzept umgestellt werden. Lesen Sie hierzu auch unsere Infos unter Bestandsanlagen optimieren.