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Elektrisch beheizte Thermalölanlage für industrielle Prozesswärme

Effiziente und präzise Prozesswärme bis 450 °C

Elektrisch beheizte Thermalölanlagen von AURA erzeugen industrielle Prozesswärme ohne Verbrennungsprozess. Elektrische Heizelemente erwärmen das zirkulierende Thermalöl direkt im Wärmeträgerkreislauf und ermöglichen eine präzise, stufenlos regelbare Wärmeversorgung.

Mit Temperaturen von bis zu 450 °C und Heizleistungen von 100 bis 6.000 kW pro Erhitzer eignen sich unsere elektrischen Thermalölanlagen für anspruchsvolle industrielle Anwendungen. Durch die Kombination mehrerer Erhitzer können auch größere Gesamtleistungen realisiert werden.

Die kompakte Bauweise, der geringe verbrennungsbedingte Wartungsaufwand und die Möglichkeit zur Integration in bestehende Produktionsanlagen machen elektrische Thermalölerhitzer zu einer interessanten Lösung für die Elektrifizierung industrieller Prozesswärme.

Technische Daten unserer elektrisch beheizten Thermalölanlage

Die konkrete Auslegung erfolgt entsprechend der benötigten Heizleistung, den Vor- und Rücklauftemperaturen, dem Volumenstrom und den Anforderungen des Produktionsprozesses.

Eine elektrisch beheizte Anlage ohne Hintergrund.
AURA Elektrisch beheizte Thermalölanlage: 1100kW, 165 m3/h, 250°C, mit Rohrbündelwärmetauscher

Wie funktioniert eine elektrisch beheizte Thermoölanlage?

Eine elektrisch beheizte Thermalölanlage erzeugt Prozesswärme durch elektrische Heizelemente, die direkt in den Wärmeträgerkreislauf integriert sind.

Eine Umwälzpumpe fördert das Thermalöl durch den elektrischen Erhitzer. Dort wird das Öl auf die gewünschte Betriebstemperatur erwärmt und anschließend zu den angeschlossenen Wärmeverbrauchern transportiert.

Nach der Wärmeabgabe fließt das abgekühlte Thermalöl zurück zum Erhitzer und wird erneut erwärmt.

Die Temperaturregelung erfolgt vollautomatisch über Temperaturfühler, Leistungssteller, Temperaturregler und entsprechende Sicherheitseinrichtungen.

Die elektrische Heizleistung lässt sich stufenlos an den aktuellen Prozessbedarf anpassen. Dadurch können auch bei wechselnden Lastanforderungen stabile Prozesstemperaturen erreicht werden.

Was sind Vorteile elektrisch beheizter Thermoölanlagen?

  • Keine direkten Verbrennungsemissionen: Elektrisch beheizte Thermalölanlagen benötigen keinen Brenner und verursachen am Aufstellort keine verbrennungsbedingten CO₂- oder NOₓ-Emissionen. In Kombination mit Strom aus erneuerbaren Energien kann die elektrische Prozesswärmeerzeugung einen wichtigen Beitrag zur Dekarbonisierung industrieller Produktionsprozesse leisten.
  • Hohe Energieeffizienz: Elektrische Heizelemente wandeln die zugeführte elektrische Energie nahezu vollständig in Wärme um. Der thermische Wirkungsgrad des Erhitzers liegt dadurch nahe 100 %. Die tatsächliche Effizienz des Gesamtsystems hängt unter anderem von Wärmeverlusten, Betriebsweise und Anlagenkonzept ab.
  • Präzise Temperaturregelung: Die Heizleistung kann stufenlos und schnell an den tatsächlichen Wärmebedarf angepasst werden. Dies ermöglicht eine präzise Temperaturführung und stabile Produktionsbedingungen, auch bei wechselnden Lastanforderungen.
  • Geringer Wartungsaufwand: Da keine Brenner, Brennstoffversorgung oder Abgasführung erforderlich sind, entfallen zahlreiche verbrennungsbedingte Wartungsarbeiten. Die elektrische Beheizung kann dadurch den Wartungsaufwand gegenüber konventionell befeuerten Systemen reduzieren.
  • Kompakte Bauweise: Elektrische Thermalölerhitzer benötigen häufig weniger Aufstellfläche als vergleichbare befeuerte Wärmeerzeuger. Dies erleichtert insbesondere die Integration in bestehende Produktionsumgebungen.
  • Flexible Integration: Elektrisch beheizte Thermalölanlagen können sowohl für neue Produktionsanlagen als auch zur Modernisierung bestehender Prozesswärmesysteme eingesetzt werden. Je nach technischer Auslegung lassen sich vorhandene Wärmeträgerkreisläufe und Wärmeverbraucher weiter nutzen.

Elektrisch beheizte oder befeuerte Thermalölanlage?

Ob eine elektrisch beheizte oder befeuerte Thermalölanlage wirtschaftlich und technisch sinnvoller ist, hängt von den Anforderungen des Produktionsprozesses und der vorhandenen Energieinfrastruktur ab.

Elektrisch beheizte Thermalölanlagen bieten insbesondere Vorteile bei der präzisen Regelbarkeit, der Vermeidung direkter Verbrennungsemissionen und der Nutzung von Strom aus erneuerbaren Energien.

Befeuerte Thermalölanlagen können dagegen insbesondere bei hohen thermischen Leistungen und vorhandener Brennstoffinfrastruktur eine geeignete Lösung darstellen.

Für eine fundierte Entscheidung sollten neben der benötigten Heizleistung und Temperatur insbesondere Betriebsstunden, Energiepreise, Wirkungsgrade, elektrische Anschlussleistung, Investitionskosten und Wartungsaufwand berücksichtigt werden. Mit dem AURA Energiekostenrechner können Sie die Energiekosten für Ihre individuellen Betriebsbedingungen vergleichen.

Häufige Fragen zu elektrisch beheizten Thermalölanlagen

Elektrische Thermalölanlagen eignen sich für industrielle Prozesse, die eine zuverlässige Wärmeversorgung mit präziser Temperaturregelung benötigen.

Typische Anwendungen sind:

  • Reaktoren und Rührwerksbehälter
  • Extruder und Pressen
  • Kalander
  • Galvanisierungsprozesse
  • Labor- und Pilotanlagen
  • Trocknungsanlagen
  • Hygienisierungsprozesse
  • Kunststoff- und Chemieprozesse
  • Rohölaufbereitung
  • Biogasaufbereitung

Die Anlagen werden entsprechend den spezifischen Anforderungen der jeweiligen Anwendung ausgelegt. Eine Auflistung unserer AURA-Anlagen nach Anwendung finden Sie unter Lösungen nach Anwendung.

Elektrisch beheizte Thermalölanlagen wandeln die zugeführte elektrische Energie nahezu vollständig in Wärme um. Der thermische Wirkungsgrad des Erhitzers liegt dadurch nahe 100 %.

Die tatsächliche Effizienz des Gesamtsystems hängt jedoch auch von Wärmeverlusten, Betriebsbedingungen und der Auslegung des Wärmeträgerkreislaufs ab.

Nein, die Anlage ermöglicht eine einfache und schnelle Wartung.

Ja. Eine entsprechende Ausführung für explosionsgefährdete Bereiche ist grundsätzlich möglich.

Dabei müssen die jeweiligen Anforderungen an den Explosionsschutz sowie die spezifischen Betriebsbedingungen berücksichtigt werden.

Elektrische Thermalölerhitzer können ihre Heizleistung schnell und präzise an veränderte Prozessanforderungen anpassen. Dadurch lässt sich die Wärmezufuhr bedarfsgerecht regeln und die erforderliche Prozesstemperatur zuverlässig halten.

Davon profitieren beispielsweise industrielle Pressen, bei denen Pressplatten auf einem definierten Temperaturniveau gehalten werden müssen. Ändert sich der Wärmebedarf durch unterschiedliche Produktionszyklen, Materialien oder Stillstandszeiten, kann die elektrische Heizleistung entsprechend angepasst werden.

Ja, elektrisch beheizte Thermalölanlagen eignen sich sehr gut für Power-to-Heat-Konzepte. Mehr Informationen dazu finden Sie unter Thermische Energiespeicherung.

Ja, eine Integration oder Nachrüstung ist möglich. Grundsätzlich können auch elektrische und befeuerte Wärmeerzeuger innerhalb eines Systems kombiniert werden. 

Ja. Abhängig vom Zustand und der Auslegung der bestehenden Anlage kann eine Elektrifizierung möglich sein, ohne das gesamte Prozesswärmesystem ersetzen zu müssen. Mehr Informationen zum Thema finden Sie unter Prozesswärme elektrifizieren.