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Abwärmerückgewinnung aus Turbinenabgasen

Turbinenabgase für industrielle Prozesswärme nutzen

Gasturbinen erzeugen Abgase mit hohen Temperaturen. Eine Abwärmerückgewinnungsanlage für Turbinen, auch Waste Heat Recovery Unit (WHRU) genannt, überträgt die darin enthaltene Wärme auf ein geeignetes Prozessmedium. So kann die Energie beispielsweise zur Beheizung eines industriellen Prozesses genutzt werden.

AURA entwickelt und liefert individuell ausgelegte WHRU-Systeme zur Nutzung von Turbinenabgasen. Die Auslegung berücksichtigt unter anderem Abgastemperatur, Volumenstrom, Druckverhältnisse und Wärmebedarf des Prozesses. Je nach Anwendung wird die Wärme auf Thermalöl, Dampf oder Wasser übertragen.

Technische Daten der AURA WHRU-Anlage

Das AURA Abwärmerückgewinnungs-system für Turbinen kann die in den Turbinenabgasen enthaltene Wärme in einem Temperaturbereich von bis zu 430°C für andere Prozesse nutzbar machen. Auch Rauchgase mit niedrigeren Temperaturen können mit diesem System genutzt werden, indem ein zusätzlicher Nachbrenner installiert wird. Das System kann eine Leistung von bis zu 12000 kW erzeugen.

AURA Waste Heat Recovery Unit:: 12000 kW

Wie funktioniert die Wärmerückgewinnung aus Turbinenabgasen?

Das heiße Abgas wird durch ein projektspezifisch ausgelegtes Wärmerückgewinnungssystem geführt. Ein Wärmetauscher überträgt die Wärme auf das gewählte Sekundärmedium. Das erwärmte Medium wird anschließend dem industriellen Prozess zugeführt. Die Abgastemperatur wird dabei kontrolliert abgesenkt.

Die Anlage wird auf die konkreten Prozess- und Betriebsbedingungen ausgelegt. Dazu gehören insbesondere:

  • Abgastemperatur und Abgasvolumenstrom
  • Druckverhältnisse
  • Gewünschtes Wärmeträgermedium
  • Wärmebedarf und Temperaturniveau des Prozesses
  • Technische Schnittstellen der bestehenden Anlage

Typische Anwendungen für WHRU-Systeme

AURA WHRU-Systeme können zum Beispiel eingesetzt werden in:

  • Energieerzeugungsanlagen und industriellen Kraftwerken
  • Raffinerien und Anlagen zur Rohölaufbereitung
  • Chemischen Produktionsanlagen
  • Offshore-Anlagen

Vorteile der Turbinen-Abwärmerückgewinnung

  • Nutzung der in Turbinenabgasen enthaltenen Wärme
  • Bereitstellung nutzbarer Prozesswärme für weitere Anwendungen
  • Potenzielle Verringerung des zusätzlichen Brennstoffbedarfs
  • Einbindung in bestehende Systeme, sofern die technischen Voraussetzungen erfüllt sind
  • Projektspezifische Auslegung für kontinuierliche Betriebsbedingungen

Häufige Fragen zur Wärmerückgewinnung aus Turbinenabgasen

Eine WHRU-Anlage kann sinnvoll sein, wenn eine Turbine regelmäßig betrieben wird und ausreichend heißes Abgas mit stabilem Volumenstrom verfügbar ist. Entscheidend ist, ob der Prozess die zurückgewonnene Wärme nutzen kann.

Je nach Prozessanforderung kann die Wärme auf Thermalöl, Wasser oder Dampf übertragen werden.

Eine Integration in ein bestehendes System ist grundsätzlich möglich. Vorab müssen Wärmebedarf, Betriebsbedingungen und technische Schnittstellen geprüft werden.

Die mögliche Reduktion hängt davon ab, wie viel zusätzliche Wärmeerzeugung durch die zurückgewonnene Energie ersetzt wird und welcher Energieträger bisher verwendet wurde.

Das hängt vom Wärmebedarf und den Betriebstemperaturen der Verbraucher ab. Eine vollständige Nutzung ist nicht in jedem Prozess möglich.

Eine Kombination kann die zeitliche Nutzung der Wärme flexibler machen. Ob sie sinnvoll ist, hängt vom Lastprofil und der Anlagenkonfiguration ab.