Kundenprojekt Wickert

Wickert Maschinenbau GmbH Auf einen Blick Projekt: Thermalölanlage zur Beheizung von zwei unabhängigen Werkzeugformen für eine Presse Branche: Maschinenbau / Pressentechnik Standort: USA AURA-System AURA-System: Thermalölanlage bestehend aus einem gasbefeuerten Primärkreis mit zwei Sekundärregelkreisen Art der Heizung: Gasbefeuert Wärmeträgermedium: Synthetisches Thermalöl Maximaltemperatur: 240°C Leistung: 400kW Ausgangssituation  Die Wickert Maschinenbau GmbH mit Sitz in Landau in der Pfalz entwickelt und fertigt seit über 125 Jahren hochpräzise Hydraulikpressen für anspruchsvolle industrielle Anwendungen. Das familiengeführte Unternehmen bietet maßgeschneiderte Pressensysteme für unterschiedlichste Materialien und Fertigungsverfahren, darunter die Verarbeitung von Kunststoffen, Elastomeren und Faserverbundwerkstoffen sowie Anwendungen in der Pulver- und Umformtechnik. Bei vielen dieser Verfahren spielt die exakte Temperaturführung eine entscheidende Rolle. Die zu verarbeitenden Materialien werden unter definierten Temperatur- und Druckbedingungen gepresst und müssen anschließend kontrolliert abgekühlt werden. Nur durch eine präzise Abstimmung der einzelnen Prozessschritte lassen sich gleichbleibende Materialeigenschaften und eine hohe Produktqualität sicherstellen. Für ein neues Projekt in den USA benötigte Wickert eine zuverlässige Wärmeversorgung für zwei Verbraucherkreise. Die besondere Anforderung bestand darin, beide Pressenwerkzeugformen über separate Kreisläufe zu beheizen und gleichzeitig eine kontrollierte Abkühlung der verarbeiteten Materialien zu ermöglichen. Im Mittelpunkt standen dabei eine stabile Temperaturführung und reproduzierbare Prozessbedingungen, um eine gleichbleibend hohe Qualität der gefertigten Bauteile sicherzustellen. Lösungskonzept Für das Projekt entwickelte AURA eine gasbefeuerte Thermalölanlage mit einer Heizleistung von 400 kW und einer maximalen Betriebstemperatur von 240 °C.   Die Anlage stellt die benötigte Prozesswärme bereit und ist speziell auf die Anforderungen des Pressprozesses und die geforderten stabilen Temperaturbedingungen abgestimmt: Die Wärmeversorgung der beiden Pressenwerkzeugformen erfolgt über zwei separate Sekundärkreise. Jeder Sekundärkreis versorgt jeweils einen Verbraucher mit dem temperierten Wärmeträger. Dadurch kann die benötigte Prozesswärme gezielt zu den beiden Verbrauchern geführt und entsprechend der jeweiligen Prozessanforderungen geregelt werden.    Eine besondere Anforderung des Prozesses besteht darin, dass die verarbeiteten Materialien nicht nur unter definierten Temperatur- und Druckbedingungen gepresst, sondern anschließend auch kontrolliert abgekühlt werden müssen. Deshalb wurde neben der Wärmeversorgung ein separater Kühlkreislauf in das Anlagenkonzept integriert. Dieser übernimmt nach dem Pressvorgang die erforderliche Abkühlung und ermöglicht damit einen kontrollierten Wechsel zwischen Heiz- und Kühlphase. AURA hat die Anlagen so geplant, dass Heiz- und Kühlprozesse parallel stattfinden können: Während eine Presse beheizt wird und sich im Pressprozess befindet, wird die zweite Presse gleichzeitig kontrolliert abgekühlt. Anschließend wechseln die beiden Verbraucher zwischen Heiz- und Kühlphase. Dadurch werden Wartezeiten zwischen den einzelnen Produktionsschritten reduziert, die Taktzeit beim Endkunden verkürzt und eine höhere Produktionsleistung ermöglicht. Für die notwendige Rückkühlung des Thermalöls kommt ein Thermalölluftkühler zum Einsatz. Die überschüssige Wärme wird dabei über die Umgebungsluft abgeführt, sodass beim Endkunden keine zusätzliche Kühlwasserversorgung erforderlich ist. Dadurch reduziert sich der benötigte Infrastrukturaufwand und damit auch die notwendige Investition am Produktionsstandort.   Das Zusammenspiel aus zentraler Wärmeerzeugung, zwei separaten Sekundärkreisen und integrierter Kühlung ermöglicht stabile und reproduzierbare Prozessbedingungen. Damit schafft die AURA-Anlage eine wichtige Voraussetzung dafür, dass die Pressvorgänge unter konstanten thermischen Bedingungen ablaufen und eine gleichbleibend hohe Qualität der gefertigten Bauteile erreicht werden kann.

Projekt 450° Anlage für Circutec

Circutec Auf einen Blick Projekt: Entwicklung einer Hochtemperatur-Thermalölanlage für einen Pumpenprüfstand Branche: Maschinenbau (Pumpentechnik) / Forschung Standort: Deutschland AURA-System AURA-System: Thermalölanlage bestehend aus einem Heizkreis, Kühlkreis und Verbraucherkreis Art der Heizung: Elektrisch Wärmeträgermedium: Siliconbasiertes Thermalöl Maximaltemperatur: 450°C Leistung: 150kW Ausgangssituation  Circutec ist ein international tätiger Hersteller von Pumpen und Verdichtern mit Hauptsitz in Roth. Das Familienunternehmen entwickelt und produziert seit über 100 Jahren Pumpenlösungen für anspruchsvolle industrielle Anwendungen.  Insbesondere Wärmeträgerpumpen müssen im industriellen Einsatz starken Belastungen standhalten und auch bei sehr hohen Temperaturen zuverlässig arbeiten. Um die Pumpen gezielt zu prüfen und weiterzuentwickeln, benötigte Circutec einen Prüfstand, der reale Betriebsbedingungen bei Temperaturen von bis zu 450 °C darstellen kann. Ziel für Circutec ist, unterschiedliche Pumpenbaugrößen bei verschiedenen Volumenströmen und Temperaturverläufen zu untersuchen. So lassen sich das Betriebsverhalten und die Belastbarkeit der Pumpen unter anspruchsvollen Hochtemperaturbedingungen sowie unterschiedlichen Heiz- und Kühlrampen analysieren und wichtige Erkenntnisse zum Verhalten der Pumpe und für die Weiterentwicklung zukünftiger Pumpengenerationen gewinnen. AURA-Lösung Die besondere Herausforderung für AURA: Temperaturen um 400 °C galten bei Thermalölanlagen lange als technische Grenze. Für einen zuverlässigen Betrieb bei 450 °C müssen Wärmeträger, Komponenten und Sicherheitstechnik konsequent auf die hohen thermischen Anforderungen ausgelegt sein. Dabei konnte AURA auf die Erfahrungen aus mehreren bereits realisierten Projekten mit Betriebstemperaturen von 400 °C zurückgreifen. Die dafür entwickelten Hochtemperaturstandards bildeten die Grundlage, um für Circutec den nächsten Schritt zu gehen: eine elektrisch beheizte Hochtemperatur-Thermalölanlage mit 150 kW Heizleistung und einer Betriebstemperatur von bis zu 450 °C.   Besonderes Augenmerk lag auf der präzisen Auslegung und Abstimmung sämtlicher Komponenten auf die hohen Druck- und Temperaturanforderungen. Hinzu kommt ein umfassendes Sicherheitskonzept, das über die normativ geforderten Komponenten hinausgeht. Für den Einsatz im Pumpenprüfstand ermöglicht die Anlage definierte hohe Aufheiz- und Abkühlrampen und bildet damit unterschiedliche thermische Belastungssituationen ab. So können im Prüfstand unterschiedliche Pumpenbaugrößen mit verschiedenen Volumenströmen im realen Einsatz getestet werden. Die Anlage ist dabei so flexibel ausgelegt, dass sie mit unterschiedlichen Wärmeträgern betrieben werden kann. Mit dem Prüfstand für Circutec schafft AURA so die technischen Voraussetzungen für die Erprobung und Weiterentwicklung leistungsfähiger Wärmeträgerpumpen bei Temperaturen von bis zu 450 °C – und setzt gleichzeitig neue Maßstäbe für anspruchsvolle Hochtemperaturanwendungen. 

Kundenprojekt Energynest

ENERGYNEST Auf einen Blick Projekt: Integration einer Power-to-Heat-Lösung mit thermischem Energiespeicher Branche: Dünnschichttechnologie Partner / Auftraggeber: ENERGYNEST Endkunde / Betreiber: Leonhard Kurz  Standort: Deutschland   AURA-System AURA-System: Thermalölanlage Art der Heizung: Elektrisch Wärmeträgermedium: Thermalöl Maximaltemperatur: 390°C Leistung: 3.000 kW Ausgangssituation  Im Rahmen dieses Projekts fungiert ENERGYNEST, Experte für Thermische Energiespeicherung, als AURAs Partner und direkter Auftraggeber, während die Umsetzung der Lösung beim Endkunden Leonhard Kurz erfolgt:   Leonhard Kurz, Branchenpionier in der Dünnschichttechnologie, benötigt für seine Produktionsprozesse eine zuverlässige und kontinuierliche Versorgung mit Prozesswärme. Am Standort Sulzbach-Rosenberg in Deutschland verbraucht KURZ jährlich mehr als 4 GWhth Prozesswärme, welche bis zur Umstellung zu 100% mit Gas generiert wurde.   Das deutsche Familienunternehmen möchte bis 2040 an allen weltweit über 50 Standorten klimaneutral produzieren. Im Fokus stand somit die Entwicklung einer Lösung, die sowohl wirtschaftlich als auch zukunftsfähig ist und eine flexible Energieversorgung ermöglicht.  Lösungskonzept Zur Sicherstellung einer flexiblen, nachhaltigen und effizienten Prozesswärmeversorgung wurde bei KURZ eine schlüsselfertige Power-to-Heat-Lösung umgesetzt, die AURAs 3.000 kW Elektroerhitzer und ENERGYNESTs ThermalBattery™ mit 12 MWhth in das bestehende System integriert.    Den Strom generiert das Unternehmen selbst über die eigene PV-Anlage oder kauft ihn, wenn er gerade günstig ist, am Netz zu. AURAs Erhitzer wandelt diesen in Hochtemperaturwärme um. In Kombination mit der ThermalBattery™ von ENERGYNEST wird die erzeugte Wärme gespeichert und zeitlich entkoppelt vom Erzeugungszeitpunkt bereitgestellt. Dadurch kann Energie flexibel genutzt und optimal in den Produktionsprozess integriert werden. Dies ermöglicht es KURZ, schwankende Stromverfügbarkeit auszugleichen und gleichzeitig die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern deutlich zu reduzieren.   Die implementierte Lösung ermöglicht eine Deckung des Wärmebedarfs von 70 % einer Produktionslinie.  Leonhard Kurz spart somit mehr als 3,5 GWh Erdgas pro Jahr und kann seine CO₂-Emissionen um über 700 Tonnen senken.  Die Technologie im Fokus: Thermische Energiespeicherung Thermische Energiespeicherung ermöglicht es, erzeugte Wärme zeitlich vom Strombezug zu entkoppeln und bedarfsgerecht bereitzustellen. Insbesondere bei schwankender Verfügbarkeit erneuerbarer Energien kann überschüssiger Strom effizient in nutzbare Prozesswärme umgewandelt und gespeichert werden. Dadurch lassen sich Lastspitzen ausgleichen, Energiekosten optimieren und gleichzeitig die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern reduzieren. Im vorliegenden Projekt zeigt die Zusammenarbeit zwischen AURA und ENERGYNEST, wie durch die Kombination spezialisierter Technologien integrierte Lösungen entstehen, die bereits heute industriell einsetzbar sind. Mit zunehmender Verfügbarkeit erneuerbarer Energien gewinnt die Fähigkeit, Energie flexibel zu nutzen und zu speichern, weiter an Bedeutung – und damit auch die Rolle effizienter elektrischer Wärmeerzeugung als zentraler Baustein der industriellen Transformation. Weiterführende Informationen zur technologischen Umsetzung und den Einsatzmöglichkeiten unter https://auragmbh.com/thermische-energiespeicherung/.

Kundenprojekt Freudenberg Kaiserslautern

Freudenberg Performance Materials GmbH & Co.KG Auf einen Blick Projekt: Ersatz einer gasbefeuerten Thermalölanlage Branche: Technische Textilien und Vliesstoffe Standort: Kaiserslautern, Deutschland   AURA-Lösung AURA-System: Thermalölanlage Art der Heizung: Elektrisch Wärmeträgermedium: Thermalöl Maximaltemperatur: 315° C Leistung: 1 MW Die elektrische Thermalölanlage sorgt für stabile Prozesse bei der Vliesstoffherstellung und erzeugt dabei null direkte CO₂-Emissionen.  Ausgangssituation    Freudenberg Performance Materials ist ein weltweit führender Hersteller von technischen Textilien für vielfältige Anwendungen und Teil der des Technologiekonzerns Freudenberg-Gruppe. Das Unternehmen in Familienbesitz hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2045 CO₂-neutral zu werden und baut in diesem Zuge die vorhandenen Systeme um.   Am Standort Kaiserslautern wurde der Trommeltrockner, der zur Vliesstoffherstellung benötigt wird, bislang mit einer gasbefeuerten Anlage beheizt. Das System stieß eine hohe Menge an Emissionen aus, war wartungsintensiv und wenig effizient.  AURA-Lösung AURA hat das bisherige System durch eine effiziente elektrisch beheizte Thermalölanlage ersetzt, mit einer Heizleistung von 1000kW und einer Betriebstemperatur von 285°C. Die neue elektrisch beheizte Anlage arbeitet nun emissionsfrei, sicher und nahezu wartungsfrei. Dank der dadurch möglichen präzisen Temperaturregelung profitiert das Unternehmen von höherer Prozessstabilität und Energieeffizienz.    Und so geht es weiter…  In einem zweiten Schritt soll ein thermalölbeheizter Sekundärregelkreis an das vorhandene System angeschlossen werden. Dieser wird für einen weiteren Trocknungsprozess benötigt und nutzt dazu die verbleibende Leistung der neuen elektrisch beheizten Thermalölanlage. Diese Erweiterung befindet sich aktuell bei AURA in der Fertigstellung und wird noch in diesem Jahr in Betrieb genommen.  Wir freuen uns sehr, Freudenberg auf dem Weg zur CO2-Neutralität als Partner begleiten zu dürfen und bedanken uns für das Vertrauen! 

Kundenprojekt Kroll & Ziller

Kroll & Ziller Auf einen Blick Projekt: Modernisierung einer veralteten Dampfanlage Branche: Herstellung technischer Dichtungen und Flanschverbindungen Standort: Deutschland AURA-Lösung AURA-System: Elektrische Thermalölanlage Art der Heizung: Elektrisch Wärmeträgermedium: Thermalöl Maximaltemperatur: 300°C Leistung: 100kW Die elektrische Thermalölanlage sorgt für einen deutlich stabileren Produktionsprozess, reduzierte Energiekosten und null direkte CO₂-Emissionen.  Ausgangssituation Seit über 80 Jahren fertigt Kroll & Ziller GmbH & Co. KG hochwertige Dichtungen – unter anderem für die Lebensmitteltechnik, Chemie, den Bergbau und die Trinkwasserversorgung. Industrielle Prozesswärme ist hier notwendig, um Materialien zu formen, auszuhärten und dauerhaft funktionsfähig zu machen.    Bisher wurden die Pressen für den Vulkanisierungsprozess bei Kroll & Ziller mit einer befeuerten Dampfanlage betrieben – ein System mit hohem Energieverbrauch, aufwendiger Wartung und erheblichen Betriebskosten. Das Ziel: Eine moderne, effiziente Anlage zur Reduzierung des CO2-Fußabdrucks.  AURA-Lösung Bei diesem Projekt haben wir direkt zwei verschiedene Technologie-Wechsel vorgenommen:  1.Wechsel von befeuerter zu elektrischer Beheizung: Die neue elektrisch beheizte Anlage arbeitet nun emissionsfrei, sicher und nahezu wartungsfrei. Dank der dadurch möglichen präzisen Temperaturregelung profitiert Kroll & Ziller von höherer Prozessstabilität und Energieeffizienz. 2.Die Umstellung von Dampf auf Thermalöl als Wärmeträger: Thermalöl lässt sich auch bei hohen Temperaturen nahezu drucklos betreiben, was Anforderungen an Druckbehälter, Rohrleitungen und Sicherheitsventile verringert.